Die wichtigste Regel für Ihr Zeitmanagement


Kategorie: Managen Leben
| 06.06.2019 | 0 Kommentare

Haben Sie überhaupt Zeit, diesen Artikel zu lesen? Ich jedenfalls habe kaum Zeit, ihn zu schreiben! Es gibt so viel zu tun. Ich muss noch die Garage aufräumen. Mit einer Kundin einen Seminartermin vereinbaren. Meine Vortragsthemen für die Zukunft Personal anmelden. Einem Freund bei seiner Bewerbung helfen usw. usw.

Und ständig will jemand etwas von mir! Und von Ihnen auch. Woher ich das weiß? Ich weiß es eben! Tja, wie sollen wir nur unsere Zeit managen?

Dazu gibt es viele tolle Bücher und viele tolle Seminare. In den meisten von ihnen wird zu Recht das so genannte Eisenhower-Prinzip vorgestellt. Vier Quadranten:

1  wichtig und dringend
2  wichtig und nicht dringend
3  nicht wichtig und dringend
4  nicht wichtig und nicht dringend

Wie man jetzt mit den einzelnen Quadranten umgeht - das wird dann haarklein analysiert. Haben Sie die Zeit, sich damit intensiv zu beschäftigen? Ich nicht. Daher präsentiere ich Ihnen die kürzeste Anwendung dieser wichtig-dringend-Chose, praktiziert von Egon Friedell:


"Wichtiges beantwortete er sofort. Unwichtiges gar nicht."

Wolfgang Lorenz: EGON FRIEDELL. Momente im Leben eines Ungewöhnlichen. Eine Biographie, Bozen 1994, S. 104.

Wie cool ist das denn! Als Sie den Satz lasen und zum Wort "Unwichtiges" kamen, was haben Sie da erwartet? Ich sage Ihnen, was ich erwartet habe: "... beantwortete er später". Denkste!

Um diesen Trick erfolgreich anwenden zu können, muss man erst einmal definiert haben, was überhaupt wichtig ist. Auch dafür muss man sich Zeit nehmen. Dringend ist das nicht, aber wichtig!

Daher nehme ich mir die Zeit, Ihnen und mir einige Fragen zu stellen, die uns dabei helfen können: Welche Beziehungen sind Ihnen besonders wichtig, und wie wollen Sie sie pflegen? Was ist für Ihre Gesundheit wichtig? Was ist langfristig für Sie beruflich wichtig? Sie sehen schon, es geht um die langfristige Perspektive. Raus aus dem klein/klein, hin zu einer Vision fürs eigene Leben.

Ich bin froh, dass Egon Friedell seine Zeit so nutzte, wie er sie nutzte. Sonst könnte ich gar nicht - wie hunderttausende andere - in seiner "Kulturgeschichte der Neuzeit" schmökern. Denn das Verfassen dieses phänomenalen Werkes war gewiss nicht dringend. Aber wichtig!

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